Meine Kommissare

Isabella Archan: Köln

Ein reines Wesen

Ein reines Wesen

Mitte Oktober 2019 erschien im Conte Verlag der vierte Band um die österreichische Polizistin Willa Stark Ein reines Wesen.
Für Willa Stark der vierte Fall, für mich der erste mit Willa Stark.
Wer die Autorin „kennt“ und weiß, wie sie schreibt, kann beruhigt sein. Es ist ein „echter Archan“. Doch versteht es die temperamentvolle Isabella Archan (ich habe sie während der letzten Frankfurter Buchmesse ein zweites Mal „erlebt“), die Charaktere ihrer Akteure dem sensiblen Inhalt ihrer Geschichte anzupassen.
Alles klar?
Ist nicht ganz einfach, lieber Leser, aber wichtig für das Verständnis von Ein reines Wesen.
Denn Schauplatz der Geschichte ist eine Klinik, nicht irgendeine, sondern die Saar-Vital-Klinik, eine Privatklinik in der Nähe des Saarbrücker Winterbergs. Hier liegt die Betonung auf Exklusivität. Und was eine solche Klinik überhaupt nicht gebrauchen kann, das sind Störungen. Wenn zum Beispiel ein Patient stirbt, obwohl er nicht hätte sterben müssen. Also zumindest jetzt noch nicht.
So etwas ist nicht gut fürs Geschäft und sorgt nicht nur für Sorgenfalten auf der Stirn der Geschäftsführung sondern auch für Fragen bei den Patienten.
Sie können also verstehen, wieviel Anstrengungen und Hartnäckigkeit jemand aufbringen muss, um in dieses Dickicht aus Abwehr und Selbstschutz einzudringen.
Das kann nur ein Sturkopf.
Ein solcher Sturkopf ist Willa Stark. Der Name ist in diesem Fall Programm.
Wenn die Ermittlungsakten allerdings abgeschlossen sind und ES EINFACH NICHTS MEHR ZU ERMITTELN GIBT; sieht die Sache schon anders aus. Ein Zufall (Zufall?) sorgt bei der jungen Inspektorin für verstärkte Neugier und den nicht mehr zu unterdrückenden Wunsch(!) sich erneut mit den Ermittlungen um den dubiosen Todesfall zu kümmern. Lange und umständliche Wege durch die Instanzen sind für Willa Stark zwar ein Hürdenlauf, aber sie kommt schließlich am Ziel an. Nämlich am vermeintlichen Tatort.
Ein weiterer Todesfall scheint den Zweifeln der Inspektorin Recht zu geben.
Und spätestens ab jetzt, lieber Leser, wird es richtig aufregend. 

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