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Monika Mansour: Schweiz

Luzerner Todesmelodie

Luzerner Todesmelodie

Das ist Cems Fall. Ganz tief fällt er in Luzerner Todesmelodie. Unversehens, hinterrücks, ohne eigenes Verschulden. Sie können zuschauen, wie er trudelt, keinen Halt findet und wie auch Freunde ratlos sind.
Cem Cengiz, Protagonist und Held vorangegangener Luzern-Krimis aus der Feder von Monika Mansour. Cem, mit dem untrüglichen Gespür, hier anzuecken und dort in eine missliche Lage zu geraten. Cem, der die Frauen liebt und es so leicht haben könnte. Könnte!
Was hat er getan, dass er unversehens ins Visier eines Geigers gerät.
Ein Geiger? Ein Geiger!
Lachen Sie nicht, lieber Leser, dieser Teufelsgeiger spielt Ihnen eine Melodie vor, dass Ihnen hören und sehen vergehen. Wie muss es da erst Cem ergehen? Ein wenig Mitgefühl wäre schon angebracht – er hat es verdient.
Leser und Ermittler bewegen sich im Bereich der Kunst. Das Kunst- und Kulturzentrum Luzern ist gewissermaßen die Bühne. Von der Kunst ist es nur ein kleiner Schritt zum Exzentrischen und von dort zu den Menschen. Und damit sind wir mitten in der Handlung.
Zwei blutüberströmte Menschen findet Cem in einer feinen Villa. Neben ihnen kniet ein narzisstischer weltbekannter Geiger.
Klarer Fall! Klarer Fall?
Jetzt geht’s erst los. Die Hatz beginnt. Cem spielt den Verfolger. Er ist schließlich Ermittler, ausgestattet mit allen Rechten – bis er an seine Grenzen stößt.
Der Leser ahnt etwas, der gewiefte Leser spürt schon den Showdown auf den nächsten Seiten. Es muss einen Knall geben. Aber das „wie“ ist nicht vorstellbar. Das müssen die Akteure liefern.
Monika Mansour hat ein Einsehen mit ihren Lesern, besonders mit den männlichen.
Da ist zunächst Nesrin, Cems Schwester. Er nennt sie stets seine „Schöne“. Was für ein Bruder.
Dann gibt es (immer noch) Eva und Lila. Und natürlich die unerschrockene Barbara.
Luzerner Todesmelodie erschien bereits im Jahr 2016 und wie die vorangegangenen Bände auch, bei emons:. Ich habe es aus irgendeinem nicht ersichtlichen Grund in meinem Bücherregal übersehen. Liebe Autorin, in der nächsten Woche werde ich, anlässlich eines Wanderurlaubs im Berner Oberland, auch Luzern einen Besuch abstatten und mir das Kunst- und Kongresszentrum anschauen. Versprochen. 

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