Meine Kommissare

Peter Beck: Schweiz

Die Spur des Geldes

Die Spur des Geldes

Und schon beginne ich zu grübeln.
Tatort Schweiz?
Streng genommen müsste es Deutschand bzw. Berlin heißen. Denn ausschlaggebend für Die Spur des Geldes ist der gewaltsame Tod eines Mitarbeiters der Berliner Wasserwerke.
Aber es geht nun einmal um die Interessen einer Schweizer Privatbank und wieder um den Protagonisten, den "wir" aus den beiden vorangegangenen Bänden kennen: Tom Winter. Von Tobler, Chef eben dieser Bank beauftragt Tom Winter, den Sicherheitschef der Bank, um Aufklärung einer aus seiner (von Toblers) Sicht lästigen Angelegenheit „…Und wegen mickriger dreiundzwanzigtausend Euro machen die ein solches Theater“. Mit „die“ ist das Bundesamt für Polizei, kurz FedPol genannt, gemeint.
Der Ruf der Bank soll weiterhin sauber bleiben, Winter, wie er stets genannt wird, macht sich auf den Weg nach Berlin.
Heute hin, spätestens übermorgen zurück.
Daraus wird nichts.
Wir befinden uns mittlerweile auf der nächsten Eskalationsstufe, Winter wird zum Ermittler, kooperiert mit dem LKA und hat eine neue Freundin: Anika.
Ich schaue auf die Seitenzahl des Buches: Bei 428 ist Schluss. Es muss also noch allerhand geschehen.
Und es geschieht allerhand.
Tom Winter, Held und Protagonist der beiden ersten Bände Söldner des Geldes und Korrosion, steckt ein und teilt aus.
Für ein wenig Linderung verschafft Winter auf seinem mehr als steinigen Weg Anika. Ich habe sie als beste Nebendarstellerin nominiert.
Neben dem immer größeren Schrecken, den neu gewonnene Erkenntnisse zur Folge haben, wird auch der Aktionsradius Winters immer größer. Längst hat der Leser, gemeinsam mit Winter, die Schweiz und Deutschland hinter sich gelassen.
Der Gegner bekommt eine Gestalt, eine Organisation wird sichtbar. Winter muss improvisieren und entfernt sich endgültig von der Figur eines James Bond. Dieses Klischee, lieber Leser, können Sie vergessen.  
Peter Beck konfrontiert seine Leser mit Bedrohungs-Szenarien, die vor zehn Jahren noch als abenteuerlich gegolten hätten.
Der Autor macht seinen Protagonisten zum Kämpfer – im wahrsten Sinne des Wortes.
Wo und wann endet die Geschichte?
Winter weiß, was der Gegner plant.
Er darf ihn nicht aus den Augen verlieren.
Peter Beck verfügt über ein Mittel, das zum Lesen zwingt.
Ein uraltes Mittel: Die Sprache.   
Nicht kompliziert, nicht hakelig oder abgehoben, sondern schön normal. Der Leser begreift sofort. Der Lesefluss wird nicht gebremst oder unterbrochen. Die Handlung ist temporeich, da darf die Sprache nicht verzögern.
Die Spur des Geldes erscheint heute, es ist der 21. März 2019, bei emons:, wie die beiden vorangegangenen Bände auch.   

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