Meine Kommissare

Volker Kluepfel und Michael Kobr: Allgäu

Milchgeld

Milchgeld

Klüpfel, Kobr und Kluftinger gehören natürlich auch hierher. Bei der Fülle an Allgäu-Krimis muss sich ein Autor schon anstrengen, um sich zu behaupten. Dem Autoren-Duo ist dies gelungen. 
2005 erschien bei Piper der erste von bislang sieben Bändendes heute sehr erfolgreichen Schreibduos Klüpfel und Kobr, mit dem Titel Milchgeld. Bis auf Herzblut habe ich alle gelesen.
Sie können nicht nur schreiben, sondern auch vermarkten. Hauptkommissar Kluftinger ist zwar immer noch Hauptkommissar bei der Kripo Kempten, inzwischen aber zu einer Kultfigur mit  einer eigenen Website, www.kommissar-kluftinger.de, geworden.
Der Kommissar vereint alle landläufigen Klischees. Ein verträgliches Maß an Unbeholfenheit, Starrköpfigkeit und steter Appetit auf seine Leib- und Magenspeise: Kässpatzen.
So klar die Figur von Klufti, wie er meistens genannt wird, beschrieben wird, so unauffällig bewegt sich sein Team. Sie ermitteln schon mit, aber Herr des Geschehens ist und bleibt der Hauptkommissar.
Ganz anders verhält es sich mit Dr. Langhammer und Frau, auf die Kluftinger regelmäßig trifft. Auf die Freundschaft mit diesem Paar legt Maria Kluftinger allergrößten Wert – für den Kommissar ist der praktizierende Arzt ein rotes Tuch. Gelegenheiten zu Zusammentreffen, meistens von Maria initiiert, gibt es reichlich. In diesen Fällen kann sich der Leser auf den sprichwörtlichen Zusammenprall zweier Welten freuen.

Die Region wird treffend beschrieben. Die 1971 und 1973 geborenen Autoren sind nicht nur inmitten der Tatorte aufgewachsen, sondern wohnen immer noch dort. Ihre beruflichen Werdegänge haben ihnen bestes Rüstzeug für das Bücherschreiben mit auf den Weg gegeben.

 

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